T15-Timing-und-Physikalische-Eigenschaften

Timing & Physikalische Eigenschaften

Zusammenfassung

Drei Slide-Kapitel (k510–k530), 0 Punkte in beiden Klausuren. Niedrigste Priorität unter allen Topics. Spannungspegel, Propagation Delay, Intervallarithmetik, Spikes, Flip-Flop-Timing und ReTI-Zykluszeit. Nur anfassen, wenn alle CRITICAL-Topics sitzen.


Exam-Relevanz

LOW — 0 Punkte in beiden Klausuren. Keine direkte Klausurabdeckung. Nur berühren, wenn alle CRITICAL-Topics (T01–T13) verstanden sind.


Spannungspegel

Eine Spannung wird als logischer Wert interpretiert:

Pegel Bedeutung
max. Spannung, die am Eingang als 0 interpretiert wird
min. Spannung, die am Eingang als 1 interpretiert wird
max. Spannung, die ein Ausgang für 0 liefert
min. Spannung, die ein Ausgang für 1 liefert

Zusammenschaltbarkeit: und .

Beispiel NanGate: , , , .


Propagation Delay

Die Verzögerungszeit wird bezüglich einer Referenzspannung () definiert:

Z separate Werte je Übergangsrichtung:

  • : Verzögerung bei am Ausgang
  • : Verzögerung bei am Ausgang

Rise/Fall Time : Wenn am Eingang die rise/fall time ist, dann auch am Ausgang (NanGate: ). Für eine Kette von Gattern ist spätestens nach logisch 1.

Verzögerungszeiten hängen ab von: Betriebstemperatur, Fertigungsprozess, kapazitiver Last (Fanout).


Intervallarithmetik

Statt mit festen Werten zu rechnen, wird mit Intervallen gerechnet (Worst-Case-Analyse):

Vereinigung (für Gatter mit mehreren Eingängen, die zu unterschiedlichen Zeiten schalten):

Pessimistische Schätzung für ein Gatter mit Verzögerung :

Beispiel (AND-Gatter, Fall 2): Eingänge ändern sich bei . Dann schaltet in , in (Vereinigung + Gatterverzögerung).


Spikes

Ein Spike (Glitch) entsteht, wenn sich Eingänge eines Gatters zu leicht unterschiedlichen Zeiten ändern und ein kurzer unerwünschter Pegelwechsel am Ausgang auftritt.

Beispiel: AND-Gatter mit . Wenn zuerst fällt und erst später steigt, kann kurz auf 0 fallen und wieder steigen — ein Spike.

Spikefreies Umschalten: Sicherer Abstand zwischen Senken und Anheben der Eingänge. Für AND:

Für NAND: .

Spikes sind gefährlich für Flip-Flops (unerwünschtes Speichern).


Flip-Flop Timing

D-Flipflop (NanGate)

Symbol Bezeichnung
Setupzeit von D bis ck 0.08
Holdzeit von D nach ck 0.14
Verzögerung ck bis Q 0.12 0.26

Clock-Period-Constraint (allgemein):

Genauer: Daten müssen vor der steigenden Flanke für stabil sein und nach der Flanke für gehalten werden. Die kombinatorische Logik zwischen zwei FFs bestimmt .

Register mit Clock-Enable

Setup-Zeit erhöht sich: . Hold-Zeit verringert sich: .

Kontrolllogik

Active-high Signale (ck-getaktet): . Active-low (ck-getaktet): (zusätzlicher Inverter). /ck-getaktete Signale addieren .


ReTI Timing

Zykluszeit-Berechnung

Die exakte Timing-Analyse des ReTI folgt dem kritischen Pfad für Compute memory ():

Schritt Zeit Beschreibung
I-Register-Ausgänge gültig
/IAdoe aktiv + Treiber-Verteilung
A gültig (Treiber-Enable)
A am SRAM
SRAM-Lesezugriff ()
Daten auf Bus R
ALU-Ausgang ()
Daten auf DI
Clock-Flanke Execute

Kritischer Pfad: Setup-Zeit des Zählers

Ergebnis

Bei 8 Takten pro Befehl: 18.5 MIPS.

Weitere Constraints (alle unkritisch)

  • Kontrolllogik Setup (/ck):
  • Kontrolllogik Setup (ck):
  • SRAM-Treiber-Enable:
  • rcken Setup:
  • /PCload Setup:

Quellen


Priorität

LOW — 0 Punkte in beiden Klausuren. Überspringen, es sei denn, alle anderen Topics sind verstanden. Die Intervallarithmetik und das Konzept von Setup-/Hold-Zeiten sind konzeptionell nützlich, werden aber nicht direkt abgefragt.