k411-Speichernde_Elemente_Schaltplaene_RS-FF
k411-Speichernde_Elemente_Schaltplaene_RS-FF
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Kapitel 4 – Sequentielle Logik
- Speichernde Elemente
1.1 Schaltpläne, RS-Flip Flop
1.2 D-Flipflops, weitere Bausteine - Sequentielle Schaltkreise
- Entwurf sequentieller Schaltkreise
- SRAM
- Anwendung: Datenpfade von ReTI
- Anwendung: Kontrolllogik von ReTI
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Prof. Dr. Armin Biere
Institut für Informatik
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Schaltpläne (1/3)
Analyse von Schaltplänen
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Schaltpläne (2/3)
Eine Zellenbibliothek
Ein 5-Tupel
ist eine endliche Folge von Eingängen. ist ein gerichteter Graph mit .- Die Menge
heißt Menge der Gatter. - Die Abbildung
ordnet jedem Gatter einen Zellentyp zu. - ...
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Schaltpläne (3/3)
...
- Für jedes Gatter
mit gilt . für .- Die Abbildung
legt für jedes Gatter eine Reihenfolge der eingehenden Kanten fest, d.h. falls , dann ist mit . - Die Folge
zeichnet Knoten als Ausgänge aus.
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Belegungen von Schaltplänen (1/2)
Sei nun ein Schaltplan
Eine Abbildung
, , ,- für alle
mit , gilt:
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Belegung von Schaltplänen (2/2)
Da ein Schaltplan nicht azyklisch ist, muss nicht zu jeder Eingangsbelegung eine Belegung definiert sein (im Gegensatz zu Schaltkreisen).
Falls bei einem Schaltplan zu einer Eingangsbelegung eine Belegung definiert ist, dann nennen wir diese zur Verdeutlichung auch stabile Belegung.
Genauer: Es ist möglich, dass es zu einer Eingangsbelegung
- keine stabile Signalbelegung
gibt, - mehrere stabile Signalbelegungen
gibt.
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Beispiel 1
x1 ──→ G1 ──→ ?
0,1?
Für
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Beispiel 2 (1/2)
/R ──→ G2 ──→ /Q
1
/G1 ──→ Q
0
/S ──→ G1 1
0
1
Betrachte Eingangsbelegung
stellt eine stabile Signalbelegung dar!
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Beispiel 2 (2/2)
Betrachte Eingangsbelegung
stellt ebenfalls eine stabile Signalbelegung dar!
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RS-Flipflop
Die vorherige Schaltung heißt RS-Flipflop (kurz RS-FF). Sie hat für die Eingangsbelegung
| Zustand | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | 0 | 1 | |
| 1 | 1 | 1 | 0 |
Frage: Wie kann man von einem Zustand zum anderen kommen?
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Übergang (1/2)
Für das Umschalten von einem Zustand zum anderen in einer realen Implementierung eines RS-FFs ist es von entscheidender Bedeutung, dass reale Gatter Verzögerungszeiten haben.
D.h.: Wenn sich die Eingangsbelegung eines Gatters ändert, dann erfolgt die daraus resultierende Änderung des Ausgangswertes nicht direkt, sondern mit einer gewissen Verzögerung.
(Detailliertere Betrachtung in Kapitel 5, Physikalische Eigenschaften von Gattern)
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Übergang (2/2)
Zustand
- Senke
zur Zeit ab und hebe zu wieder an (einen solchen Signalverlauf nennt man Puls) - Nach Zeit
ist . - Nach Zeit
ist . - Wechsel von Zustand
zu Zustand analog aus Symmetriegründen.
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Weitere Bezeichnungen
- Umschalten in Zustand
heißt Setzen (Set). - Umschalten in Zustand
heißt Zurücksetzen (Reset). heißt Set-Signal. heißt Reset- oder Clear-Signal.- Weil
, durch Absenken aktiviert werden, nennt man sie active low. - Signalnamen von active-low-Signalen beginnen in der Regel mit
/(einem Schrägstrich – Engl. slash).
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"Zustand"
Stabile Signalbelegung bei Eingangsbelegung
Aber warum ist es trotzdem problematisch,
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Flackern
Annahme:
und werden nach ihrer Aktivierung beide gleichzeitig inaktiv ( ) und schalten exakt gleich schnell, d.h. haben exakt die gleiche Verzögerungszeit
In der Praxis wird in der Regel nach einer gewissen Zeit einer der beiden stabilen Zustände angenommen (weil Gatterverzögerungen leicht variieren).
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Schaltsymbol eines RS-FF
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/S ──→│ RS-FF │──→ Q
/R ──→│ │──→ /Q
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